Pressemitteilung: IG Med macht Vorschlag für neue Arbeitsunfähigkeitsregelungen

Bundeskanzler Friedrich Merz verweist auf einen durchschnittlichen Krankenstand von 14,5 Werktagen und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigt an, die Telefon-AU zu überprüfen.

Die IG Med hält eine reine Fokussierung auf die Telefon-AU für zu kurz gegriffen: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ein ärztliches Gutachten – und setzt grundsätzlich den persönlichen ärztlichen Kontakt voraus. Die Telefon-AU war als pandemiebedingte Ausnahmeregel gedacht; ihre Dauerlösung wirft heute neue Fragen auf.

Unsere Vorschläge für tragfähigere Arbeitsunfähigkeitsregelungen:

  • Telefon-AU und eAU gemeinsam prüfen – insbesondere mit Blick auf Missbrauch durch zweifelhafte Online-Anbieter.

  • Bürokratie abbauen: Die eAU hat die Prozesse für Arbeitgeber teils verteuert und verzögert.

  • Karenztage einführen: z. B. 7–10 Tage pro Jahr für leichte, selbst einschätzbare Erkrankungen – Ausgestaltung (Lohnfortzahlung/Bonusmodell) ist politische Abwägung, keine medizinische.

Ziel ist eine Neuausrichtung, die medizinische Verantwortung, Eigenverantwortung und ökonomische Vernunft zusammenbringt – und unnötige Praxisbesuche nur für „Zettelmedizin“ reduziert.

Die vollständige Pressemitteilung hier als Download:

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