Pressemitteilung: Vorschlag für neue Arbeitsunfähigkeitsregelungen

Bundeskanzler Friedrich Merz verweist auf einen durchschnittlichen Krankenstand von 14,5 Werktagen und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigt an, die Telefon-AU zu überprüfen. Die IG Med hält eine reine Fokussierung auf die Telefon-AU für zu kurz gegriffen: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ein ärztliches Gutachten – und setzt grundsätzlich den persönlichen ärztlichen Kontakt voraus. Die Telefon-AU war als pandemiebedingte Ausnahmeregel gedacht; ihre Dauerlösung wirft heute neue Fragen auf. Unsere Vorschläge für tragfähigere Arbeitsunfähigkeitsregelungen: Telefon-AU und eAU gemeinsam prüfen – insbesondere mit Blick auf Missbrauch durch zweifelhafte Online-Anbieter. Bürokratie abbauen: Die eAU hat die Prozesse für Arbeitgeber teils verteuert und verzögert. Karenztage einführen: z. B. 7–10 Tage pro Jahr für leichte, selbst einschätzbare Erkrankungen – Ausgestaltung (Lohnfortzahlung/Bonusmodell) ist politische Abwägung, keine medizinische. Ziel ist eine Neuausrichtung, die medizinische Verantwortung, Eigenverantwortung und ökonomische Vernunft zusammenbringt – und unnötige Praxisbesuche nur für „Zettelmedizin“ reduziert.

Pressemitteilung: Fehlstart elektronische Patientenakte

Fehlstart mit Ansage: Seit dem 1. Oktober ist die elektronische Patientenakte Pflicht – und prompt zeigt die Telematik ihre Schwächen. Ausfälle, Instabilität, Frust in Praxen. Die IG Med fordert eine sichere, patientenorientierte Digitalisierung – Thema beim Digitalgipfel am 15.10. in der Bundespressekonferenz Berlin.

Pressemitteilung: Lauterbach Dienstpflicht

Die Interessengemeinschaft Medizin (IG Med) weist im Angesicht des drohenden Sicherstellungsversagens im ärztlichen Bereitschaftsdienst darauf hin, dass nach den Heilberufegesetzen der Länder prinzipiell alle approbierten Ärzte die Verpflichtung zur Teilnahme…